Rouladen im Holzbackofen

Wie eingangs beschrieben, nutze ich gern die Restwärme für etwas Sinnvolles aus. Meist kaufe ich mir dann Unmengen an Fleisch für Gulasch. Heute sollten es nun jedoch die Rouladen sein. Wie der geneigte Hobbykoch aus der eigenen leidvollen Erfahrung weiß, stößt die heimische Abluftanlage beim Anbraten veritabler Mengen leckeren Fleisches schnell an ihre Grenzen. Und so schön es auch ist die gierigen Zähne in eine Rinderroulade zu schlagen, so nervig ist dann auch der kalte Bratengeruch über Tage in der Wohnung. Wohl dem der derlei in die Außenküche verschieben kann.

Die Abfolge ist schnell erklärt. Rouladen waschen, abtupfen und auf der Anrichte verteilen, nach Belieben würzen und füllen. Nach Belieben...? Stop, nein natürlich nicht! Wie schon Stromberg in der Betriebskantine wusste: In die Roulade gehört ein Gürkchen! :-)

Wir würzen mit Senf, Pfeffer und Salz. Zur Füllung nehme ich in der Regel eine scharfe Knackwurst, etwas Speck, Zwiebel und das besagte Gürkchen. Am Ende wird alles zusammengerollt und mit drei Holzspießen fixiert. Diese Zahl teile ich meinen Gästen dann auch mit, um unliebsame Überraschungen beim Essen zu vermeiden.

Nachdem der Ofen ausgeräumt wurde, habe ich die Rouladen im abgebildeten GN Behälter bei ca. 400°C in den Steinbackofen geschoben. Schon beim Schließen der Türe war ein tolles Zischen und Bratgeräusch zu vernehmen. 

Im Anschluss durften die Rouladen abkühlen und wurden nach dem Stollenbacken, nun aufgefüllt mit Bier und Wasser, über Nacht bei Schätzungsweise 250°C fallend in den Holzbackofen gestellt. Über Nacht reduziert die Flüssigkeit stark und gibt eine tolle Soße. Hierzu gab es dann Klöße und Rotkraut.