Oxide

Metalloxide

Die in der Keramik als färbende Stoffe verwendeten Metalloxide Mangan, Kobalt, Eisenoxid usw. können auf den lederharten oder durchgetrockneten Ton oder auf die rohe Glasur aufgebracht werden. Man kann sie trocken in die Oberfläche einreiben, oder vermischt mit etwas Wasser oder Kleber auf die Oberfläche aufpinseln.


Färbende Metalloxide in Tonmassen

Mit färbenden Oxiden kann man Tonmassen nicht nur gleichmäßig einfärben, sondern man kann zum Beispiel auch grobkörnige Metalloxide in die Masse mischen. Wenn beim Glattbrand die Masse zu sintern beginnt, schmilzt das Oxid in die Glasur hinein, was einen schönen Sprenkel Effekt an der Oberfläche ergeben kann.


Lüster

Lüstrierung ergibt sich durch Metallauftrag auf einer gebrannten Glasur. Es handelt sich um Metallsalze, die sehr sorgfältig präpariert werden müssen. Aus diesem Grund werden sie nicht allzu häufig verwendet. Werden Lüster mit dem Pinsel aufgetragen, neigen sie zu starkem Fließen, also sollte man sie sparsam auftragen, dünn und recht zügig.


Schmelzfarben / Aufglasurfarben

Dies sind Aufglasurfarben mit einem gewissen Flußmittelgehalt,, der es erlaubt, sie bei 750-850 Grad auf eine bereits glatt gebrannte Glasur aufzubrennen. Angerührt werden sie mit Terpentin und Dicköl.. Gemalt wird mit weichem, fein zugespitzten Pinsel. Schmelzfarben ergeben die größte Farbpalette für Dekors, eignen sich aber für großflächigen Auftrag nur bedingt, außer als Grundierung bzw. Fond. Die Brenntemperatur sollte zunächst nur verhalten gesteigert werden, damit das Öl langsam wegbrennt, ohne das die Farboberfläche dabei Schaden nimmt. Nicht alle Farben schmelzen bei derselben Brenntemperatur aus, man muss also darauf achten die höherbrennenden Farben zuerst zu brennen.


Aufglasurfonds

Bei dieser Technik wird der glasierte und gebrannte Scherben flächenhaft mit einer gleichmäßigen Schicht Schmelzfarbe grundiert. Man verbindet dies meist mit irgendeiner Form grafisch-malerischen Dekors. Auszusparende Flächen, die nicht vom Aufglasurfond bedeckt werden sollen, bestreicht man mit einem, mit Wasser angerührten Abdeckmittel, das Zucker, Sirup oder irgendeine andere wasserlösliche Mischung enthalten kann die der glattgeschmolzenen Glasuroberfläche gut anhaftet und leicht wieder zu entfernen ist. Ist es trocken, beginnt auf der übrigen Fläche das Fondlegen: Eine Mischung aus Terpentin und Dicköl wird gleichmäßig mit dem Pinsel auf die Glasur gestrichen. Der Terpentinölanteil muss so bemessen sein, dass die Mixtur gut streichbar ist, aber nicht fließt. Die Ölschicht läßt man ca. 40 Minuten trocknen, bis sie klebrig wird. Nun wird die gesamte Oberfläche mit einem feinen Seiden oder Nylonstupfer betupft, so dass sie eine klebrige grobe Struktur bekommt. Man nimmt jetzt einen fest zusammengefalteten trockenen Wattebausch taucht ihn in das durchgesiebte Farbpulver und bestäubt damit die Oberfläche in kreisenden Bewegungen, bis sie komplett mit Farbe eingestäubt ist. Ist der Aufglasurfonds nach ca. 24 Stunden voll durchgetrocknet , kann man das Abdeckmittel mit Wattebausch und kaltem Wasser vorsichtig abwaschen. Anschließend kann man die Keramik bei der vorgeschriebenen Schmelztemperatur der Farbe brennen.