Tondekor

Reliefdekor

Eine uralte Technik, welche in der Keramikgeschichte auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Als berühmte Vertreter wäre hier zu nennen: Das blaue und weiße Wedgewood Keramik aus England. In Formen eingeformter Reliefs werden dabei mit Schlicker auf einen Tongegenstand garniert. Entweder wird das Relief negativ in hartes oder weiches Material eingeschnitzt und in Ton abgeformt, anschließend mit einem dünnem Schlickerfilm auf die lederharte Keramik aufgarniert, oder das Relief wird positiv geformt und abgegossen.


Ritzdekor

Eine dem Beschneiden von Ton nicht unähnliche Dekorationsweise. Die Ritzornamente werden mit einem spitzen Werkzeug (Vorzugsweise Hartholz) in den nassen oder lederharten Ton eingebracht. Unter einer Galsur wirkt das Ritzdekor weicher und zeigt feine Farb und Strukturvariationen.


Stempel und Rollsiegel

Jeder Gegenstand, jedes Werkzeug, in weichen Ton eingedrückt, hinterlässt einen Abdruck. Dieser Abdruck kann mit andersfarbender Masse gefült, oder er kann mit Farboxiden behandelt und später farblos, farbig-transparent oder weiß-halbdeckend überglasiert werden. Rolsiegel sind reliefierte Holz-, Gips- oder Metallwalzen; feine Rollstrukturen lassen sich zum Beispiel mit einer Stoff überzogenen Walze erzielen.Färbende Stoffe, wie zum Beispiel Farbkörper oder Metalloxide werden auf die getrocknete Arbeit aufgetragen; überschüssige Farbe wird weggeschabt oder mit einem trockenen Tuch weggewischt.


Dekoration mit farbigen Ton

Neben der Engobenmalerei gibt es weitere Dekormöglichkeiten mit farbeigen Ton, und zwar entweder bereits bei der Formung selbst oder in einem seperaten Arbeitsgang. Stellt man eingeformte oder aus Platten gebaute Keramik her, so kann man dem feuchten Tonfladen Tonstücke auflegen und sie mit dem Rollholz einwalzen.


Intarsien

Vertiefungen in der Tonoberfläche werden hierbei mit andersfarbigen plastischem Ton oder Schlicker ausgefüllt, durch schabendes Polieren der Oberfläche im lederharten oder durchgetrockneten Zustand sorgt man für klare, scharfe Nähte an den Schnittflächen. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass der eingelegte Ton eine geringere Schwindung aufweist als der Ton der Grundfläche. Damit der Intarsienton nicht reißt magert man ihn mit feiner Schamotte, Kreide oder dergleichen.


Marmorierungen

Bei der Marmorierung werden zwei oder mehr verschiedenfarbende Massen frei vermischt.; bei der Schichttechnikwerden die farbigen Tone strefenweise zu Mustern zusammengelegt, sauber und präzise. Für solche Marmorierungs- bzw. Schichtstrukturen gibt es viele Vorbilder in der Natur und so mancher Keramiker ist durch diese Technik angeregt worden.